Sincrotrone Trieste
Errichtung der baulichen und gebäudetechnischen Infrastruktur für die Lichtquelle der 4. Generation
Trieste
2017
Der Eingriff führte zur Errichtung eines hocheffizienten Kraft-Wärme-Kälte-Kopplungssystems zur Versorgung der Verbraucher des Komplexes Sincrotrone Trieste.
Das Projekt wurde in Zusammenarbeit mit Schweizer Partnern umgesetzt.
Das System basiert auf 3 mit Methangas betriebenen Blockheizkraftwerken, die im Regelbetrieb bei 75 % Last arbeiten und eine elektrische Gesamtleistung von 1.305 kW erzeugen. Die elektronische Regelung des Gesamtsystems gibt der Stromerzeugung Vorrang, ohne Störungen durch Änderungen der Temperaturwerte von Anlagenfluiden oder Abgasen. Um die gewünschte Effizienz der Blockheizkraftwerke sicherzustellen, werden die Temperaturen der Anlagenfluide über den Notwärmeabfuhrkreis mit 3 eigenen Trockenkühlern gesteuert.
Die von den Blockheizkraftwerken erzeugten Abgase werden hauptsächlich zur Versorgung einer Absorptionskältemaschine für die Erzeugung von Kaltwasser mit 7 °C genutzt und parallel über ein Abgaswärmetauscher-System für eine zusätzliche Wärmerückgewinnung eingesetzt. Ein automatisches Klappensystem im Abgaskreis ermöglicht es, die Verbrennungsprodukte zu den verschiedenen Wärmenutzungselementen oder zur Ableitung in die Atmosphäre zu leiten.
Diese Abgasrückgewinnung wird durch weitere 3 Wärmepumpen mit einer gesamten Nennleistung von 375 kW ergänzt, die Wärme aus den Ladeluftkühlern der Motoren und aus der Strahlungswärme innerhalb der Verkleidungen der Blockheizkraftwerke zurückgewinnen. Die von den Wärmepumpen erzeugte Wärmeenergie wird in das Hauptnetz der warmen Fluide eingespeist.
Die Absorptionskältemaschine wird parallel auch vom durch die Blockheizkraftwerke erzeugten Warmwasserkreis gespeist. Die Kälteleistung im Regelbetrieb beträgt 1,57 MW und wird parallel an einen Kaltwasser-Pufferspeicher mit 16.000 Litern Inhalt abgegeben. Der Kondensator der Absorptionskältemaschine ist an einen eigenen offenen Verdunstungskühlturm mit einer Nennleistung von 3 MW angeschlossen.
Das elektronische Überwachungs- und Steuerungssystem regelt kontinuierlich die Temperaturvariablen sowie die Wasser- und Abgasvolumenströme mit modulierender Steuerung nahezu aller Komponenten, um das gewünschte Auslegungsgleichgewicht der verschiedenen Betriebsparameter aufrechtzuerhalten. Das System erfüllt somit vorrangig den Strombedarf, zunächst für die unterbrechungsfreie Last und anschließend für das Netz, über eine rotierende USV bis maximal 700 kW. Parallel werden die Anforderungen an Wärme- und Kälteleistung des Netzes des Sincrotrone-Komplexes integriert.














